«Erstens kommt es anders – zweitens als man denkt.»

Eine persönliche Erfahrung aus dem Alltag.

Kürzlich bei einem Gespräch mit einer Freundin


Wir philosophierten über Vorurteile: Wo, wie und wann wir immer alles schon zu wissen glauben, wenn auch nur – oder erst g e d a n k l i c h. Wir erzählten uns gegenseitig Erfahrungen, wo wir uns bei solchen Situationen ertappten.


Da erzählte ich ihr eine Herzensgeschichte:

Eine Mutter kam mit ihrem dreijährigen Kind aus dem Laden. Milena trug ihr Lieblings-Plüschtierchen «MÜÜSLI» behutsam bei sich. Da näherten sich zwei etwas ältere Buben ..... den Blick auf das MÜÜSLI gerichtet, flüsterte der eine zum andern: «Trausch nöd.» ....... und dann nach einem zeitlosen Moment ........ sagte der andere: «Ich han s’Gliichä diheimä».



Hand aufs Herz

Wer sonst noch ausser mir hat gedacht, jetzt nehmen sie dem Kind das MÜÜSLI weg, und hätte nie in Betracht gezogen, dass das Plüschtierchen den Jungen an seinen eigenen flauschigen Liebling erinnert?

Meiner Freundin ist es auf jeden Fall gleich ergangen.

Als ich die Mutter fragte, welche diese Geschichte erlebte: «Was hast Du in diesem Moment gedacht?», antwortete sie: «Zum Denken hatte ich keine Zeit, ich war einfach hellwach.»


Diese Geschichte hat mich so tief im Herzen berührt und sie klingt so nachhaltig in meinen Alltag hinein! Es gibt unzählige Möglichkeiten, um im Alltag den eigenen vorgefassten Meinungen und Mutmassungen auf die Schliche zu kommen.


«Erstens kommt es anders - zweitens als man denkt.»

Ein Sprichwort, das Wilhelm Busch zugeschrieben wird und das auch

Marcus A. Brogle wiederholt zitierte.


150 Ansichten

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Relativitäts-Praxis

Im Winterwald